Zahntourismus – sind ausländische Zahnärzte schlechter?

Radio Energy fragt DDr. Belsky über ausländische Zahnsanierungen – ganz unten finden Sie das Interview.

Trend „Zahntourismus“ – Zahnsanierung im Ausland, worauf sollte man achten

Der organisierte Zahntourismus, der also marktschreierisch wirbt, so nach dem Motto, zahle zwei, nimm drei – der ist gefährlich. Diesen “Tourismus”, den hat man überall, in jedem hoch entwickelten Land, findet man ein Nachbarland, das günstigere Arbeiten anbieten kann, in Deutschland ist das Polen, bei uns ist das Ungarn, in der USA ist das Mexiko; häufig werden zu Zahnsanierungen dann auch noch Botox, Manikür, Pedikür bis zu Massagen angeboten – rund um Pakete zu einem Inklusivpreis. Wie gesagt wäre ich mit solchen Angeboten sehr vorsichtig, weil häufig werden wichtige Behandlungen, die Zeit Anspruchsvoll sind, einfach weggelassen; Schlagwort: Stumpfsanierung und man orientiert sich nur auf Behandlungen, die entweder der Patient unmittelbar sieht und/oder die viel Geld bringen. Unter den österreichischen und deutschen Kollegen beobachte ich manchmal eine “Doppelmoral”, so schimpfen einige über die Kollegen in den günstigeren Nachbarländern, schicken dann aber selber Zahnersatz nach China um Geld zu sparen.

Zu den Zahnärzten im Ausland selber ist zu sagen, es gibt in jedem Land gute und schlechte Ärzte, es gibt geschickte und weniger geschickte. Es gibt Ärzte, die sind unaufrichtig, es gibt aufrichtige und dazwischen natürlich alle möglichen Facetten – egal in welchem Land.

Egal wo man sich also seine Zähne machen läßt, wichtig ist, dass man kritisch / bewußt an die Zahnsanierung herangeht, sprich Behandlungsvorschläge in Ruhe vergleichen, zuvor gut im Web informieren, denn dann läuft man nicht Gefahr, auf Werbezuckerln (schlechte Behandlungen) reinzufallen.

Viele Kollegen im Inland stehen sehr unterschiedlich zum Thema Zahntourismus – ich kann nur von meiner Einstellung reden. Ich behandle jeden Patienten – egal wo sich der Patient zuvor seine Zähne hat richten (oder “verpfuschen”) lassen – das Problem ist ja die Erkrankung, dafür habe ich studiert, nicht um mir Gedanken zu machen, wo sich der Patienten seine Zähne hat sanieren lassen. Aus Erzählungen, dem Forum und zahlreichen Mail Anfragen von Patienten kenne ich die Problematik rund um “ausländische Arbeiten”, manche Kollegen in Österreich lehnen die Behandlung ab, wenn sie sehen, der Patient war z.B. in Ungarn. Uns ist das wurscht ob im Inland, Ausland, oder sonst wo behandelt wurde, wir konzentrieren uns immer nur auf den Fall und versuchen aus diesem Fall das beste zu machen. Ein Tipp an alle, die gerade einen Zahnarzt suchen und sich schämen, dass sie z.B. in Ungarn waren, einfach im Internet suchen – z.B. auf checkdent.com – man findet sicherlich genügend Kollegen, die überhaupt keinen Unterschied machen.

Denta Beaute arbeitet sogar mit ausländischen Kollegen zusammen – ich empfehle vielen ausländischen Patienten, also wenn zum Beispiel ein Ungar, Serbe mit geringen finanziellen Mitteln zu uns in die Ordi kommt, sich die Behandlung zu Hause machen zu lassen, denn dort ist es meist billiger, aufgrund der geringeren Lebenskosten. Die Materialien selber sind nicht wirklich billiger, vorausgesetzt der Kollege im Ausland arbeitet ebenfalls gewissenhaft. Solche Patienten kläre ich dann einfach nur auf, weiße auf diverse Videos hin und biete sogar die Nachbetreuung an.


 

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